Projektvorschau - Jupiter 49°33'5'' e.V.

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Projektvorschau

Jupiter lernt tschechisch“

(v.l.n.r.) EPHK Karlheinz Escher, POR Matthias Messer, PHKin Barbara Arendt, Major Pavel Rybar, Oberst Vratislav Hubka, Kapitän Jaroslav Kruml, PHM Jörk Kaduk

Schwandorf. Einem Zufall ist es zu verdanken, dass das Präventionsprojekt Jupiter der Polizeiinspektion Auerbach i. d. Opf. bald vielleicht international wird.

Im Rahmen des verwandten Projektes GEWIS referierten die beiden Präventionsbeamten POK Wolfgang Sennfelder von der KPI Amberg und PHM Jörk Kaduk von der PI Auerbach an der Kreuzbergschule in Schwandorf und stellten dort unter anderem auch
Jupiter vor. Es entstand die Idee, das Projekt zusammen mit einer tschechischen Partnerschule umzusetzen.

Schnell war von Seiten der Kollegen der Kontakt zum Gemeinsamen Zentrum Schwandorf (GZ) geknüpft, und auch der Leiter des GZ, POR Matthias Messer, fand die Idee sehr gut. „Internationale Zusammenarbeit mit Tschechien und Gewaltprävention vor allem im Jugendbereich – das sind derzeit zwei aktuelle und wichtige Themen im Bereich der oberpfälzischen Polizei“, so POR Messer.

Auf tschechischer Seite nahm sich der Mitarbeiter des GZ, Kapitän Jaroslav Kruml, der Idee an und organisierte nun eine gemeinsame Besprechung der beteiligten Stellen, in der PHM Jörk Kaduk das Projekt
Jupiter vorstellen konnte. Mit dabei der tschechische Koordinator des GZ Schwandorf, Oberst Vratislav Hubka, sein Stellvertreter Major Pavel Rybar sowie der derzeitige Leiter des GZ Schwandorf, Polizeioberrat Matthias Messer, PHKin Barbara Arendt vom Polizeipräsidium Oberpfalz und EPHK Karlheinz Escher von der PI Auerbach.

Als stellvertretender Direktor der Bezirksdirektion Pilsen ist Oberst Hubka auch Mitglied im Sicherheitsrat der Stadt Pilsen. Hier hoffen die Beteiligten, dass im Rahmen des tschechischen Präventionsprojektes „Sicherer Bezirk“ Fördermittel für
Jupiter zur Verfügung gestellt werden könnten. Auch auf tschechischer Seite seien die Chancen für eine Unterstützung vor allem im Jugendbereich sehr gut, war dem Gespräch zu entnehmen.

Sollte der Vorschlag von Oberst Hubka im Bezirksrat auf offene Ohren stoßen, so will man zunächst ein Projekt mit einer Schule durchführen, um entsprechende Erfahrungen zu sammeln. Später könne das Projekt auch auf weitere Schulen im Bezirk Pilsen ausgedehnt werden. Auf deutscher Seite wäre es denkbar, beispielsweise eine Schule aus Regensburg auszuwählen. Regensburg und Pilsen verbindet nämlich bereits eine Städtepartnerschaft.

Das Projekt
Jupiter wendet sich hauptsächlich an Schülerinnen und Schüler ab der siebten und achten Klasse aller Schulen. Es soll Denkanstöße zu einem friedlichen, gewaltfreien und gesetzesbewussten Miteinander geben, mögliche Handlungsalternativen aufzeigen und diese durch Übungen und Gruppenaufgaben als neue persönliche Verhaltensmöglichkeiten zu den bisherigen hinzufügen und trainieren.

Dabei soll es Konsequenzen bei Gesetzesüberschreitungen aufzeigen und Opfern, Helfern und Zeugen Lösungsvorschläge an die Hand geben. Die Schüler sammeln persönliche Erfahrungen bei Teamarbeiten, Workshops und praktischen Übungen. Ziel ist es, den jungen Menschen eine positive Einstellung zum Thema „Miteinander statt gegeneinander!“ zu vermitteln und diese Einstellung mit einer gewissen Nachhaltigkeit auch nach ihrer Schulzeit im jungen Erwachsenenleben zu erhalten.

Beitrag vom 14.10.2010 von Karlheinz Escher, PI Auerbach i. d. OPf.,
für die Polizeizeitschrift "Hier Donau!"

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